Rezept: Kyuri to Wakame no Sunomono – Vinaigrette, Gurke und Wakame-Salat
In Japan werden Sunomono — wörtlich „Eingelegtes" — als Beilage zu Mahlzeiten serviert, um Leichtigkeit und Ausgewogenheit zu bringen. Kyūri to Wakame no Sunomono ist eines der beliebtesten Gerichte und kombiniert den Biss der Gurke mit der salzig-süßen Note von Wakame.
Es ist ein einfacher Salat, der oft im Sommer oder in einer Bento-Box serviert wird und bei vielen saisonale Aromen und Kindheitserinnerungen weckt. Eine kleine Schüssel voller Frische, getreu dem japanischen Geist: raffiniert, ausgewogen und essenziell.
Schwierigkeitsgrad: Einfach — Zubereitungszeit: 15 Minuten (ohne Ruhezeit) — Ruhezeit: 10–15 Minuten (für die Gurke) — Portionen: 2–3 Personen — Geeignet für: vegetarisch, vegan, glutenfrei (wenn Essig und Sojasauce glutenfrei sind)
Zutaten
Für den Salat:
- 1 Gurke (japanische Sorte oder halbe europäische Gurke)
- 2–3 g getrocknete Wakame-Algen (ca. 1 TL)
- ½ TL feines Salz (zum Entwässern der Gurke)
Für die Vinaigrette (Sunomono-zu 酢の物酢):
- 3 EL Reisessig (Komezu)
- 2 EL Zucker
- ½ TL Salz
- 1 TL japanische Sojasauce (optional, für eine Umami-Note)
- 1 EL Dashi (optional, für mehr Tiefe)
Für die Garnitur (optional):
- Ein paar geröstete weiße Sesamsamen
- Etwas frischer Ingwer, gerieben oder in dünne Streifen geschnitten
Benötigte Materialien
- Rührschüssel(n)
- Mandoline oder scharfes Messer
- Feines Sieb oder Käsetuch
- Kleiner Topf oder Schüssel für die Vinaigrette
Zubereitung
Schritt 1 — Gurke vorbereiten
- Waschen und schälen (optional): die Gurke gründlich waschen. Komplett schälen, in abwechselnden Streifen für einen Zebra-Effekt, oder mit Schale lassen, wenn sie dünn ist.
- Dünn schneiden: in sehr dünne Scheiben schneiden (ca. 1–2 mm). Idealerweise eine Mandoline verwenden, um gleichmäßige, quasi-transparente Scheiben zu erhalten.
- Entwässern: die Gurkenscheiben in eine Schüssel geben, mit dem ½ TL Salz bestreuen, gut vermischen und 10–15 Minuten ziehen lassen. Das Salz entzieht überschüssiges Wasser, macht die Gurke knackiger und konzentriert ihr Aroma.
- Auspressen: kurz unter kaltem Wasser abspülen, dann die Scheiben fest ausdrücken — in den Händen oder durch ein Käsetuch. Ein entscheidender Schritt für eine knackige Gurke!
Schritt 2 — Wakame rehydrieren
- Rehydrieren: die getrockneten Wakame-Algen in eine Schüssel geben, mit kaltem Wasser bedecken und 5 Minuten einweichen lassen. Sie quellen schnell auf und gewinnen ihre geschmeidige Textur zurück.
- Abgießen und schneiden: gut abtropfen lassen, leicht ausdrücken und in Stücke von ca. 2–3 cm schneiden.
Schritt 3 — Vinaigrette zubereiten (Sunomono-zu)
- Mischen: Reisessig, Zucker und ½ TL Salz in einer kleinen Schüssel verrühren.
- Auflösen: gut umrühren, bis Zucker und Salz vollständig aufgelöst sind.
- Optionale Zusätze: Sojasauce und/oder Dashi nach Wunsch hinzufügen und erneut verrühren.
Schritt 4 — Anrichten und Servieren
- Kombinieren: die ausgepresste Gurke vorsichtig mit dem rehydrierten Wakame in einer Salatschüssel vermischen.
- Beträufeln: die Sunomono-zu-Vinaigrette darübergießen und alles vorsichtig vermengen, damit alle Zutaten gut bedeckt sind.
- Kühlen (optional): sofort servieren oder 15–30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen, damit sich die Aromen entfalten.
- Servieren: auf einzelne kleine Schüsseln verteilen.
- Garnieren: kurz vor dem Servieren mit gerösteten Sesamkörnern bestreuen und nach Wunsch mit Toppings verfeinern (Ingwer, Radieschen usw.).

Tipps für ein perfektes Sunomono
- Gurke: das Entwässern niemals überspringen! Das sorgt für eine knackige Gurke und verhindert, dass das Gericht wässrig wird.
- Reisessig: ungewürzten Reisessig verwenden, um das Zucker-Salz-Verhältnis der Vinaigrette besser zu kontrollieren.
- Abschmecken: die Vinaigrette ist sehr vielseitig — nach Belieben Zucker und Salz anpassen. Süßer oder saurer, ganz nach Geschmack!
- Variationen: gerne Radieschenscheiben, feste Tofuwürfel oder rote Paprikastreifen für eine würzige Note hinzufügen.
- Ideale Beilage: passt perfekt zu reichhaltigen Gerichten wie Tempura, Yakitori-Spießen oder Reisgerichten und bringt eine willkommene Frische.