Rezept: Süße Miso-Sojasoße
Eine von Tempeltischen inspirierte Sauce, für die heutige Zeit neu erfunden
In der traditionellen japanischen Küche ist Miso viel mehr als nur eine Zutat: Es ist eine Grundlage, eine Säule, fast ein Symbol. In Kombination mit Sojasauce bildet es ein Duo, das tief in der kulinarischen Kultur verwurzelt ist, insbesondere in der pflanzlichen Tempelküche, der Shōjin Ryōri.
Diese milde Miso-Sojasauce ist von diesen Traditionen inspiriert und adaptiert sie zugleich: die Intensität von Miso und die Rundheit von Soja, aber mit einer weichen, cremigen Textur ähnlich einer Mayonnaise. Eine moderne Interpretation japanischer Klassiker in einem kreativen und zugänglichen Gericht.
Zutaten (für ein kleines Glas)
- 2 EL weißes Miso (Shiro-Miso)
- 1 EL Tamari oder Shōyu
- 1 EL milder Reisessig
- 1 EL Mirin oder Mikawa Mirin
- 2 EL neutrales Pflanzenöl (Raps-, Sonnenblumen- oder mildes Sesamöl)
- ½ TL japanischer Senf (Karashi) oder weiße Sesampaste als zusätzliches Bindemittel (optional)
Zubereitung
- Miso, Sojasauce, Reisessig und Mirin in einer Schüssel verrühren.
- Senf oder weiße Sesampaste hinzufügen, falls gewünscht.
- Das Öl nach und nach unter kräftigem Rühren einarbeiten, bis eine glatte, cremige Konsistenz entsteht, ähnlich einer Mayonnaise.
- Abschmecken und das süß-salzige Gleichgewicht nach Belieben anpassen.
- Im Kühlschrank aufbewahren. Die Konsistenz wird etwas dicker.

Verwendung
- Perfekt zu gegrilltem Gemüse.
- Als Dip für Rohkost oder Pilztempura.
- Als Brotaufstrich im Tofu-Sandwich oder auf einem Reiskuchen.
- Als krönender Abschluss in einer Schüssel japanischem Gemüsegericht.
Wissenswertes
- Shiro-Miso, mild und leicht süßlich, eignet sich ideal für diese Sauce. Für eine kräftigere Variante kann man dunkleres Miso verwenden, muss dann aber die Mirin-Menge anpassen.
- Diese Sauce, sehr reich an Umami, ist in einem geschlossenen Behälter 3–4 Tage im Kühlschrank haltbar.
