Rezept: Ita-fu katsu – Knusprig paniertes Fu nach Tonkatsu-Art
Wenn buddhistische Tradition auf die Yōshoku-Küche trifft
In der japanischen Küche nimmt Fu einen diskreten, aber uralten Platz ein. Als Erbe des Zen-Buddhismus wird dieses auf Weizengluten basierende Lebensmittel seit Jahrhunderten als Proteinersatz in der Shōjin-Küche verwendet. Es gibt verschiedene Arten von Fu, darunter Zenryū Fu in getrockneten Scheiben und Ita-Fu als flache Blätter — zwei sich ergänzende Formen, die außerhalb Japans kaum bekannt sind.

Fu findet sich im heutigen Japan vor allem in bestimmten Tempeln, in Familienküchen oder in Restaurants, die traditionelle oder neu interpretierte vegetarische Gerichte anbieten. Paniertes Fu im Katsu-Stil ist daher sowohl eine moderne Erfindung… als auch ein Rezept, das in der heutigen Verwendung von Fu in Japan verwurzelt ist.
Ein Katsu voller Charakter
Die feste Textur von Fu eignet sich hervorragend für eine panierte Zubereitung. Einmal rehydriert wird es geschmeidig und behält dabei einen gewissen Biss. Sein milder Geschmack macht es zur idealen Grundlage für reichhaltige oder säuerliche Saucen, wie die berühmte hausgemachte Tonkatsu-Sauce, die milde Miso-Sojasauce oder eine überraschende Mayonnaise aus schwarzem Sesam und Yuzu.
Rezept: knuspriges Fu aus der Pfanne oder frittiert
Zutaten (für 2 Portionen)
- 2 Blätter getrocknetes Ita-Fu — oder 3 Scheiben Zenryū Fu
- Sojasauce zum Würzen
- Reismehl, japanisches Reismehl (Joshin-Ko) oder Klebreismehl
- Neutrale pflanzliche Milch (ungesüßt)
- Japanische Semmelbrösel (Panko oder Reis-Panko)
- Öl zum Braten oder Frittieren
Zubereitung
1. Fu rehydrieren
Die Ita-Fu-Blätter (oder die Zenryū-Fu-Scheiben) 15–20 Minuten in warmem Wasser einweichen. Überschüssiges Wasser vorsichtig zwischen zwei Brettern oder einem sauberen Tuch herausdrücken. Anschließend nach Belieben schneiden — in Streifen für eine Version zum Teilen oder in Stücke für ein großzügigeres Ergebnis.
2. Leicht würzen
Die Stücke vor dem Panieren in etwas Shōyu, Mirin oder einer leichten Brühe tauchen oder bestreichen, um ihnen Geschmack zu verleihen.
3. Nach Katsu-Art panieren
- Jede Scheibe leicht mit Mehl bestäuben.
- In pflanzliche Milch tauchen.
- Mit Panko ummanteln.
4. Garen
- In der Pfanne: jede Seite in etwas Öl goldbraun und knusprig braten.
- Frittieren: in auf 170–180 °C erhitztes Öl tauchen, bis es goldbraun ist.
5. Fertigstellen
Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Heiß servieren, begleitet von einer der unten aufgeführten Saucen.

Drei japanische Saucen für Fu Katsu
Zur Abwechslung diese pflanzlichen Schnitzel mit verschiedenen Saucen servieren, alle inspiriert von japanischen Klassikern:
- 👉 Hausgemachte Tonkatsu-Sauce — süß, säuerlich, fruchtig, im Geist der berühmten Bull-Dog
- 👉 Milde Miso-Sojasauce — cremig und umami, perfekt für eine rustikalere Variante
- 👉 Mayonnaise aus schwarzem Sesam und Yuzu — überraschend, cremig und subtil säuerlich
Servieren mit…
- Fein geschnittener Kohl, wie bei traditionellen Tonkatsu-Gerichten.
- Eine Schüssel gedämpfter japanischer Reis.
- Etwas Tsukemono (eingelegtes Gemüse) für die Frische.
- Eine leichte Suppe mit weißem Miso und Sesam.